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Blåbjerg-Nyminde Dünenplantage

03-06-2002

Wanderungen Nr. 45T (Westjütland)

Revidiert: 2002

Willkommen in der Küstenschutzpflanzung Blåbjerg. Dieses Gebiet, das fast überall vom Sandflug geprägt wird, ist eine interessante Landschaft mit Dünen, Küstenabhängen, "Bergen", Heide, Eichengebüsch und Pflanzungen. Man kann sogar Glück haben und das hier freilebende Rotwild beobachten.

Im Jahre 1993 begann der Forstbezirk eine neue Aufforstung bei Nr. Nebel. Hier ensteht ein großes Gebiet mit Eichenbewuchs in einem Wald, der etwa 150 ha groß werden wird.

Entlang der Küste sind einige Parkplätze angelegt worden und in den Pflanzungen gibt es Wander-, Reit- und Fahrradwege. Verschiedene Wanderrouten, die auf der Karte zu finden sind, sind farbig gekennzeichnet. Der Parkplatz bei Blåbjerg ist Ausgangspunkt für mehrere Routen.


Det blå Bjerg
(Der blaue Berg), nach dem die Pflanzung benannt wurde, ist die höchste Düne Dänemarks mit dem höchsten Punkt 64 Meter über dem Meeresspiegel. Nur der oberste Teil des Hügels ist Flugsand. Früher diente der Blåbjerg als Seezeichen, da er vom Meer aus so deutlich zu sehen war. Den Namen hat der Berg erhalten, da er aus der Entfernung einem blauen Berg ähnelt. Die Ortsansässigen nennen die Dünen "Berge": "æ bjerre". Bei klarer Sicht hat man vom Berg aus Aussicht über große Teile Südwestjütlands und kann bis zu 40 Kirchtürme sehen.


In Richtung Südosten sieht man die Reste des jetzt unter Naturschutz stehenden Fiilsø, der einst einer der größten Seen Dänemarks war. Die Trockenlegung des Sees begann in 1848. In gleicher Blickrichtung befindet sich die Kirche von Henne (ungefähr aus dem Jahre 1200) und das noch ältere ehemalige Gut Hennegård. Möglicherweise lag hier vor dieser Zeit eine Wikingerburg.

In südwestlicher Richtung ist der Strand von Henne zu sehen, in Richtung Norden ahnt man Ringkøbing auf der anderen Seite der Förde. "Tipperne" heißt die Halbinsel im südlichen Teil der Förde, auf der sich ein Vogelreservat befindet, in dem Wissenschaftler das ganze Jahr hindurch die Vogelwelt beobachten.

Unmittelbar südlich von Blåbjerg hat das Nationalmuseum einen Grabhügel aus der Stein- und aus der Bronzezeit freigelegt.

Auf dem höchsten Punkt des Blåbjergs befindet sich ein 1908 aufgestellter Gedenkstein zum Andenken an den Kammerherren Thyge de Thygeson, der von 1861 - 1899 Leiter der für die Dünengebiete zuständigen Behörde war. In diesem Zeitraum wurden große Teile der Küstenschutzpflanzungen in West- und Nordjütland angelegt. Der Stein wurde von Bornholm geholt, mit dem Schiff nach Esbjerg gebracht und von dort mit einem Pferdewagen an seinen jetzigen Platz transportiert.


Der übersandete Eichenwald
Eine gelb gekennzeichnete Route über 8 km führt von Blåbjerg bis zum Strand von Henne. Man kann diese Strecke auch verkürzen und Routen über 1,5 bzw. 3 km wählen.

Die Wanderung führt an einem alten, unter Naturschutz stehenden Eichengebüsch vorbei. Hier, in einem der wenigen natürlichen Wälder im Gebiet, wachsen außer der Eiche auch Wacholder und die Zitterpappel. Nadelbäume aus den Pflanzungen in der Umgebung siedeln sich im Eichengebüsch an. Eigentlich gehören sie nicht in dieses Gebiet und werden deshalb in Abständen vom Forstbezirk entfernt.

Untersuchungen in den Kærgaard Løvklitter, einem nahegelegenen Eicherigebüsch, haben ergeben, daß viele der Eichenbäume unterirdische Wurzelsprosse habeu. Trotz Übersandung wachsen die Bäume weiter - in Wirklichkeit sind sie also Aste der begrabenen buschförmigen Bäume.

Übersandete Eichenbäume sind auch in der Pflanzung bei Blåbjerg zu finden. Am besten sind sie Ende Mai zu sehen, wenn die Bäume gerade treiben. Die einzelnen Bäume schlagen zu verschiedenen Zeitpunkten aus. Dadurch ist das Gebüsch ein Mosaik von Eichen in Gruppen in verschiedenen Stadien. Jede Gruppe besteht aus Ästen eines Baumes.

Eichen aus diesem Bewuchs werden in steigendem Maße zur Begrenzung der Folgen des Sandfluges verwendet. Das Eichengebüsch ist Lebensraum besonderer Tiere und Pflanzen und trägt zur großen Vielfalt der westjütländischen Küstenschutzpflanzungen bei.

Die kurze gelbe Route führt durch eine frühere Kiesgrube. Hier kann man den Flugsand über dem alten Moränenboden sehen.


Lyngbo Hede (Heide bei Lyngbo)
Die gesamte gelbe Route führt zur Südspitze der 236 ha großen 1965 vom Staat gekauften Lyngbo Hede. Verkauft wurde vom Kunstmaler Chresten Lyngbo, der die Bedingung stellte, daß die Heide aus Rücksicht auf Pflanzen und Tiere unter Naturschutz gestellt werden müßte. Der Forstbezirk entfernt sich selbst säende Nadelbäume, um zu verhindern, daß die Heide zuwächst.


Stormfulde Højder (Stürmische Höhen)
Die blaue Route über 1,5 km beginnt am Parkplatz an der Nordseite. Der Weg führt durch ein sehr hügeliges Gelände und kann als Trimm-Dich-Pfad benutzt werden.

Von Osten aus geht der Weg weiter über die "Stormfulde Højder", eine sogenannte Parabeldüne - u-förmig mit dem Bogen vom dominierenden Westwind abgewandt.


Rævebjerget (Der Fuchsberg)
Eine rote Route über 2,5 km beginnt an der Nordseite des Parkplatzes und führt an einigen der besten Holzlieferanten der Pflanzung vorbei, an den großen geraden Nadelbäumen mit wenigen Ästen. Solche Bäume eignen sich besonders gut dazu, in Bretter aufgesägt zu werden. Dann geht es weiter zum Rævebjerg, von dem man eine herrliche Aussicht über die Pflanzung und ihre Umgebung hat.


Andere Wanderwege
Weitere Wandermöglichkeiten auf gekennzeichneten Wegen sind in der Karte mit gestrichelten gelben Linien eingetragen.


Die Natur in Blåbjerg
Die Gesamtfläche der Pflanzung beträgt ca. 4.600 ha, von denen gut die Hälfte mit Bäumen bewachsen ist. Mit der Bepflanzung wurde 1878 nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Begrenzung der Folgen des Sandfluges begonnen.

Gäste, die das Gebiet an einem milden Sommertag besuchen, können nur schwer die Notwendigkeit der schon seit hundert Jahren stattfindenden umfassenden Küstenschutzpflanzungen verstehen. Vor nur einigen Jahrhunderten bestand das Gebiet bei Blåbjerg jedoch aus gelbweißenn Sand - aus Bergen von Sand in einer lebendigen sich durch Wind und Stürme ständig verändernden Landschaft. Der Sand überschüttet bebauten Boden, läßt Wasserläufe versiegen und zerstört Gebäude.

Das Ziel der Aufforstung ist es, die Wanderung der Dünen auf lange Sicht aufzuhalten. Die umfangreichen Küstenschutzpflanzungen sind in dieser Hinsicht ein fast uneingeschränIcter Erfolg gewesen. Die Sandfluggefahr besteht jedoch immer noch. Daher ist es wichtig, daß Pflanzen, Zäune u.ä., die den Sand binden, nicht zerstört werden.

Im Dünengebiet bei Blåbjerg - und auch in den anderen Pflanzungen - lebt das Rotwild in freier Laufbahn. Selten sieht man Rothirsche, und deshalb ist es um so spannender, wenn man die Gelegenheit bekommt, sie zu beobachten. Besonders gut sind die Chancen in den frühen Morgenstunden. Im September kann

man auf Nachtwanderungen oder früh am Morgen das Glück haben und die Brunftrufe der Hirsche hören.


Die Landschaft
Entlang der Nordsee gibt es lebendige Dünen, hinter denen der Nymindestrøm liegt, ein von Schilfwäldern umgebener Arm des Ringkøbing Fjord.

Ostlich davon liegen alte Küstenabhänge mit spärlichem Gras- und Flechtenbewuchs auf dem kargen, ausgewaschenen Dünensand. Um die Folgen des Sandfluges zu begrenzen, hat man hier jedoch in großen unfang Bergkiefern (einen sogenannten "Bergkiefernteppich") angepflanzt.

Am weitesten landeinwärts ist die Landschaft hügelig und mit einer verschieden dicken Flugsandschicht zugedeckt. Deshalb sind die Wuchsbedingungen für die Bäume unterschiedlich. Im südlichen Teil der Pflanzung befindet sich ein großes Heidegebiet. Das Gebiet südlich von Blåbjerg ist natürlicher Standort eines großen Eichengebüschs.


Die Wanderung der Meeresrinne
Mitte des 17. Jahrhunderts war die Verbindung zwischen dem Meer und Ringkøbing Fjord eine breite Rinne ca. 10 km nördlich von Nymindegab. Von hier "wanderte" der Ausläufer in Richtung Süden und erreichte 1845 seine südlichste Position bei Houstrup Strand, ungefähr dort, wo jetzt ein großer Parkplatz ist. Ursachen dieser "Wanderung" waren der Transport und die Ablagerung des Sandes durch das Meer, Meeresdurchbrüche bei Sturmfluten sowie Sandtreiben.

1845 wurde etwas südlich von Nymindegab eine künstliche Verbindung zwischen Meer und Förde geschaffen. Da der Lauf nicht effektiv gesichert wurde, begann bald abermals die altbekannte Wanderung gen Süden. Verschiedene Lösungen wurden versucht, und 1931 wurden der Kanal und die Schleuse bei Hvide Sande in Gebrauch genommen. Daraufhin entstand hier ein modernes Fischerstådtchen.

Vor ca. 100 Jahren war Nymindegab eines der wichtigsten Fischerdörfer an der Westküste. 1870 waren ungefåhr 200 Menschen während der Saison in der % Fischerei tätig. Die Fischerei lieferte Fisch an sowohl die Bevölkerung als auch die Pökeleibetriebe. Heute sind noch einige der alten Fischerhäuschen auf dem Gebiet an der Förde unmittelbar westlich von Nymindegab zu sehen. Die Häuser wurden unter der Aufsicht des Fischerei- und Seefahrtsmuseums in Esbjerg auf den alten Grundstücken wiederaufgebaut.


Verwaltung
Die Blåbjerg-Nyminde klitplantage (Dünenplanzung)  wird vom staatlichen Forstbezirk Naturstyrelsen – Blåvandshuk, verwaltet tlf. 75 27 17 00 .


Wanderungen in den Staatlichen Wäldern
Dünenplanzungen Blåbjerg-Nyminde klitplantage ist Nummer 45 in der Serie von Wanderungen in den Staatlichen Wäldern und sie ist  auch im Druck erhältlich.
Nur wenige in deutcher Sprache.
Faltblätter mit Wanderungen in den Staatsforsten sind in Fremdenferkehrsbüros und Bibliotheken erhältlich.

Das Generaldirektorat für Forst und Natur, das dem dänischen Ministerium für Umwelt und Energie untersteth, verwaltet Gebiete im ganzen Land, die fast alle dänischen Naturformen umfassen. Beim betrieb der Staatsforste werden sowohl Produktions- und Freizeitzwecke als auch der Naturschutz berücksichtigt.


Blåbjerg-Nyminde Dünenplantage

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