Blokhus Dünenplantage

19-12-2008

Wanderungen Nr. 78T (Nordjütland)


Die Blokhus Dünenpflanzung umfaßt 642 ha. Der größte teil ist waldbestanden. Durch ihre Lage in einem ausgeprägten Ausflugs- und Fremdenverkehrsgebiet wird die Plantage das ganze Jahr von den Bewohnern der Gegend und ihren vielen Gästen besucht.umfaßt 642 ha. Der größte teil ist waldbestanden. Durch ihre Lage in einem ausgeprägten Ausflugs- und Fremdenverkehrsgebiet wird die Plantage das ganze Jahr von den Bewohnern der Gegend und ihren vielen Gästen besucht.

Die Landschaft, die das Eis nach der letzten eiszeit vor ca. 12.000 Jahren hinterließ. hat im Südwesten der Region Vendsyssel ein ruhige Gepräge mit groß geformten Landschaft mit  großen, flach gewölbten Hügeln hinterlaßen.

Die  Dünenpflanzung von Blokhus liegt auf einer Moräneninsel, die direkt vom Eis gebildet wurde. Danach lag das Gebiet als Insel, erst im eiszeitlichen Meer und später noch im Meer der Steinzeit. Noch später wurde durch Sandtreiben eine verschieden dicke Decke von Flugsand gebildet.


Das Sandtreiben
Die großen Sandflächen, die unter der Hebung Landes entstanden waren, wurden durch den Wind zu Dünen zusammengetragen. Zusammen mit großen Mengen Sand, die aus dem Meer emporgespült wurden, bildeten sich die Dünen entlang der dänischen Nordseeküste. Der Einfluß des Meeres, die Häufigkeit und Stärke des westwindes, aber auch menschliche Tätigkeit (Holzschlag, weiden, Mähen) führte zu dem zerstörenden Sandteiben, das verheerende Folgen bis weit ins Land hatte. Bereits aus dem 15. bis 16. Jahthundert zeugen Berichte über die verheerende wirkung des. Sandtreibens. Trotz mehrerer Gesezte und Verordnungen ließ die Bevölkerung weiter ihr Vieh und ihre Schafe in den dünen weiden und erntete Strandhafer als Winterfutter dort. Das Ergebnis war, daß die Dörfer und Pfarrbezirke verödeten und von den Bewohnern verlassen wurden 1792 wurde eine Verordnung erlassen, die den Grundstein für eine großangelegte Bekämpfung des Sandtreiben legte, die damals als unbezahlte Pflichtarbeit von den Bauern des Gebiets ausgeführt wurde. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gelang es durch Säen und Pflanzen von Gräsern, das Auslegen von abgeschnittener Heide und das Verbot gegen das weiden in den Dünen dem Sandtreiben Einhalt zu gebieten.
Das Dämpfen des Sandtreibens ist heute immer noch erforderlich, aber es ist seit langem eine rein öffentliche Aufgabe. Das Weiden von Schafen und Vieh ist kein Problem mehr. Stattdessen halten sich jetzt die Menschen in den Dünen auf.


Die Dünenpflanzung
Nach, einigen vereinzelten und mißglückten Aufforstungsversuchen Anfang des 19. Jahrhunderts wurden 1853 erneut Bäume in den Dünen gepflanzt. Das ziel war, Baumarten zu finden, die in Sand wachsen und damit dem Sandtreiben entgegenwirken konnten, wobei man gleichzeitig hoffte, Nutzholz und Brennholz produzieren zu können. Es gelang, geeignete Baumarten zu finden, und in den Jahren von 1880 bis erwarb und bepflanzte die Dünenbehörde den größten Teil der jetzigen Dünenpflanzung.
In der ersten Jahren pflanzte man insbesondere Bergkiefern, Schwarzkiefern und Edeltannen, wovon die Bergkiefern im Laufe der Zeit die vorherrschende Baumart bei der Bepflanzung wurden. Von den 20er Jahren an hat man in großem Ausmaß die Bergkiefern durch produktivere Baumarten ersetzt. Heute trifft man immer noch auf Bergkiefern, besonders dort, wo die Wachstumsbedingungen am rauhesten sind, nahe am Meer und auf den Dünengipfeln, wo selbst hundertjährige Bergkiefern nicht auf Manneslänge herangewachsen sind, während die Bergkiefern zwischen den Dünen wesentlich größer sind. Die gewöhnliche Bergkiefe ist am leichtesten daran zu erkennen, daß sie mehrstämmig ist. Sie wird fast nicht mehr angepflanzt. Dagegen wird die einstämmige, französische Bergkiefer in einern gewissen Maß gepflanzt. Die wichtigsten Baumarten in den Dünenpflanzung sind heute Sitkafichten mit den steifen und stechenden Nadeln, gewöniiche Edeltannen und waldkiefern.

Es werden auch Nordmannstannen und Nobilis für Weihnachtsbäume und zur Dekoration und in der letzten Zeit ebenfalls einige Laubbäume angepflanzt. Von den Laubbäumen hat sich besünders die Eiche bewährt.

Obwohl sie oft nur eine bescheidende Höhe erreicht - in den Dünen wächst sie oft nur zu einem Busch heran - ist man von ihrer Lebenskraft beeindruckt. Die Tierwelt des Waldes entstand mil dem Heranwachsen der Plantage. Füchse, Rehe und Hasen haben hier Jahrzehnte lang gelebt, Eichhörnchen gibt es seit den 60er Jahren, und einige nordjülländische Dünenpflanzungn haben seit Ende der 70er Jahre einen Hochwildbestand.

Der große Teil der Dünenpflanzung von Blokhus wurde in den Jahren von 1895-1910 erworben und bepflanzt. Von der ursprünglichen bergkiefernbewachsung findet man nur noch wenig im westlichen Teil der Plantage. Die Plantage variiert vüm hügeligen Kirkesande zu flacher Dünenheide im südlichen Teil der Plantage und von ganz üppigen Waldgebieten im Norden und Osten zu nur meterhohen bergkiefern am weitesten im Westen. Als man die Plantage anlegte, war Blokhus ein unbedeutendes Fischerdürf. Heute, wo Blokhus im Sommer eine pulsierende touristenstadt ist, dient die Plantage als Enklave der Entspannung, wo man die Natur und ein Bißhen Einsamkeit genießen kann, begleilet vom Rauschen des Meeres und vom Sausen des windes in den Bäumen.

Die markierten Wanderungen beginnen bei den Parkplätzen entlang dem Aalborgvej am Ende des Ribergårdsvej. Hierher kann man, außer natürlich mit dem Auto, mit dem Bus von Aalborg, Hjørring oder Brønderslev fahren, und der regionale Radweg, der Vestkyststi (s.Plan), führt durch die Plantage und kann Ausgangspunkt für eine wanderung sein. Die Rundgänge sind mit farbigen Pfeilen (Metalldreiecken) auf niedrigen Pfählen gekennzeichnet. Natürlich kann man je nach Lust und Windrichtung auch gegen die Richtung des Pfeils wandern.
Roter Rundgang , etwa 2 km, kann in rund 45 Min. gewandert werden. Der Rundgang startet beim mittleren der drei Parkplätze im Wald nördlich vom Aalborgvej. Die Wanderung führt durch das sehr abwechselnde Gebiet in Kirkesande. Hier findet man Dünen mit niedrigen bergkiefern und geschlossenen Tannenwäldern in den Vertiefungen zwischen den Dünen. An vielen Stellen stehen Gruppen von Eichen. Der Weg führt um die höchsten Teile von Kirkesande, die von vielen Pfaden durchzügen sind. Aus dem Plan können Sie ersehen, wü Sie einen Abstecher machen können. Mitten in Kirkesande am Östlichen Verlauf der wanderung liegt ein Aussichtspunkt im Eichengebüsch auf den Dünengipfeln, von wo das meer über die Ferienhäuser an der Küste leuchtet.

Diese wanderung - und nur diese - kann durchgeführt werden, selbst wenn man einen Kinderwagen bei sich hat. Im Gegensatz zu den anderen Rundgängen, brauchen Hunde auf dieser Wanderung nicht an der Leine geführt zu werden.


Blauer Rundgang , rund 4 km, dauert 1-1½ Stunden. Die Wanderung startet beim Parkplatz am Ende des Ribergårdsvej.

Der Östliche Teil der Wanderung führt über den ''Brændevinssti" (Branntweinspfad) und führt dann durch recht flache Landschaft hinter den Dünen. Die Vegetation besteht meistens aus Tannenwald in verschiedenen Altern. Die beiden Waldseen, Nørresø und Søndersø, wurden unter Mitwirken der Forstverwaltung geschaffen, indem man die Möglichkeiten des Geländes nutzte. An beiden Stellen befinden sich Aussichtstürme, con wo man die Seen, die mit Bergkiefern bestandenen Dünen im Westen un einen Kleinen Ausschnitt des Meeres sehen kann. Im Westen verläuft der Waldesrand parallel zur Küste. Der Badestrand ist ausgezeichnet, und auf der karte finden Sie einen Pfad sum Strand. Offene grasbedeckte Flächen mit niedrigen Dünen bilden den Vordergrund für die Meeresnahen Dünen. Bieachten Sie bitte, wie klein die altan Bergkiefern vom Jahrhundertwechsel sind, heir wo sie dem Wind und der salzigen Meeresluft ausgeserzt sind. GehenSie das Sommerhausgebiet zum P-Platz zurück.


Gelber Runggang , etwa  5,5 km., dauert 1½ - 2 stunden und ist damit die längste der drei wanderungen. Aber es besteht die Möglichkeit, die wanderung um ca. 2,5 km zu verkfürzen, s. Karte. Der nördliche Teil der Wanderung führt durch das fruchtbarste Gebiet der Plantage, wo edeltannen einen wesentlichen Tdeil der Bewachsung ausmachen. Das Gelände ist flach und hat kleine Dünen. Der Pfad führt am Waldersrand im Osten entlang un dsanach wieder in den wald. Bei Melsletten kann man den Rundgang Verkürzen, indem man nach Nordwest anstatt entlang dem Westrand der Wiese süden geht. Diese und die anderen Wiesen, die man auf der Wanderung passiert, gehören zu den schönen Elementen der Dünenpflanzung von Blokhus.

Im Süden Führt die wanderung durch weniger fruchtbare Teile der Plantage. Hier ist die Sandschicht dicker. Die Edeltannen werden hier von anspruchsloseren Sitkafichten oder Waldkiefern abgelöst. An einigen Stellen trifft man noch auf die ursprünglich geflanzten Bergkiefern an.


Reitwege sind auf dem Plan besonders gekennzeichnet. lm Gelände sind sie mit weißen Hufeisen markiert. Zugang zu den Reitwegen besteht vom Strand in der südwestlichen Ecke der Plantage, vom Ribergårdsvej und vom Hunetorpvej. Das Reiten in der Plantage von Blokhus ist nur auf den Reitwegen gestattet. Die Reiter müssen sich anderen Waldgästen gegenüber rücksichtsvoll verhalten, an denen im Schritt vorbeigeritten werden muß. Vorsicht bei Kreuzungen von anderen Wegen und Pfaden. Wenn mit Steinen gepflasterte Wege passiert werden (an wenigen stellen), muß auf den Mittelstreifen oder am Rand des Weges geritten werden.


Ein Trimm-dich-Pfad von ca. 10 km ist auf dem Plan lila markiert und im Gelände weiß gekennzeichnet.


Verwaltung
Die Blokhus Dünenpflanzung wird vom staatlichen Forstbezirk Naturstyrelsen – Vendsyssel, verwaltet. , tlf. 98 44 19 11.


Wanderungen in den Staatlichen Wäldern
Blokhus Dünenpflanzung ist nummer 78 in die serie von Wanderungen in den Staatlichen Wäldern und sie ist  auch im Druck erhältlich.
Nur wenige in Deutshe sprache.
Faltblätter mit Wanderungen in den Staatsforsten sind in Fremdenferkehrsbüros und Bibliotheken erhältlich.

Das Generaldirektorat für Forst und Natur, das dem dänischen Ministerium für Umwelt und Energie untersteth, verwaltet Gebiete im ganzen Land, die fast alle dänischen Naturformen umfassen. Beim betrieb der Staatsforste werden sowohl Produktions- und Freizeitzwecke als auch der Naturschutz berücksichtigt.



Blokhus Dünenplantage